Für diesen Zeitraum liegen (noch)
wenige Dokumente vor.
Mit der Eröffnung der Bahn Langenlonsheim - Simmern feierte auch der Bahnhof
Simmern seine Eröffnung.
Der Bahnhof wurde mit einem Lokschuppen (mit Drehscheibe) ausgerüstet.
5 Gleise sind auf einem Bild aus der Zeit zu erkennen |
Nur wenige Jahre hat dieser Zustand vorgehalten. Mitte der 90iger Jahre
des 19 Jahrhunderts begannen die Erweiterungsarbeiten für die Streckenweiterführung nach Kirchberg (Hermeskeil) und Kastellaun (Boppard). Dabei
wurden erhebliche Erdarbeiten vorgenommen. Die Westausfahrt und die Gütergleise
wurden aus dem Berg gegraben und der Abraum zur Auffüllung talseitig genutzt.
Oberhalb der Westausfahrt wurde ein Betriebswerk angelegt. Die Gebäude sind
heute noch vorhanden. Nicht in seiner Funktion, aber immerhin noch die Gebäude.
Mehr zum Thema "Bahnbetriebswerk Simmern" auf einer eigenen
Seite.
Ebenfalls bis 1901 wurde ein mehrgleisiger Rangierbahnhof , ein Ablaufberg (mit kleinem
Stw), Freiladegleise und eine geräumige Güterabfertigung erbaut.
Die letzten Gleise bergseitig dienten dem Unterhalten und Abstellen von
Personenwagen. Schreinerei und eine Schlosserei waren vorhanden (und
werden heute vom Eisenbahner Sportverein genutzt).
Natürlich wurden hier keine modernen Personenwagen unterhalten, sondern mehr die Wagen, die an
ihrem Lebensabend ihr Gnadenbrot erhielten. So war der Wagenpark im Hunsrück
immer sehr Bund.
|

|
Nach der Eröffnung der beiden Strecken entwickelte sich ein reger Verkehr im
Bahnhof Simmern. Aber nicht nur der Güter - und Personenverkehr brachte diese
Steigerungen.
Bis 1908 (und darüber hinaus) wurden Bauzüge über Simmern befördert,
um die Strecken weiter zu bauen und auszubauen. (Boppard 1908 Eröffnung)
Auch genügten die Gleisanlagen entlang der Strecken nicht mehr den gewachsenen
Anforderungen/Aufkommen und mussten ständig erweitert werden .
Simmern wurde immer mehr zur Eisenbahnerstadt. Anfang des 20igen Jahrhunderts
war die Bahn der größte Arbeitgeber der Region und der Stadt.
Heute haben Politiker und Einheimische vergessen, wer Ihnen den Wohlstand
gebracht hat. Einer Würdigung dieser Tatsache unterblieb bis Heute.
Ein königlich preußisches Betriebsamt wurde ca 1900 eröffnet. Weiter Ämter
folgten in den Jahren bis zum "Ersten Weltkrieg"
Die Jahre vor dem
ersten Weltkrieg standen im Zeichen der Aufrüstung. So entstanden
Militärkreuzungsbahnhöfe und die ersten Militärrampen. Der Bahnhof Simmern wurde
ebenfalls erweitert. Die Planungen und Arbeiten für die Strecke nach Gemünden
(Kirn) begannen. Die Strecke wurde am östlichen Bahnhofskopf angeschlossen und
mündete in Gleis 3. Der
"Erste Weltkrieg" brachte ab 1916 Not und Elend über die Region Hunsrück.
Der Zugverkehr wurde eingeschränkt und ganz dem Militär unterstellt.
Nach 1918 wurde der Bau der Strecke nach Gemünden weiter voran getrieben um die
Schiefergruben in Gemünden und Mengerschied an das Schienennetz anzuschließen. Der
Weiterbau nach Kirn (Martinstein) wurde nicht mehr in Angriff genommen.
Leider endete der Schieferabbau schon bald nach der Eröffnung der Bahn.
Die nächsten Jahre sind geprägt von der Rheinlandbesetzung/Regiebahn. Nur
wenige Transporte wurden in dieser Zeit durchgeführt. Auch gibt es Bilder aus
dieser Zeit, die lange Reihen von abgestellten Dampfloks in Simmern zeigen. In
diese Zeit, fällt die Gründung der Reichsbahngesellschaft.
Nach Abzug der Westmächte zwingt die wirtschaftliche Lage die Reichsbahngesellschaft
nach
Einsparmöglichkeiten Ausschau zu halten. Für den Hunsrück bedeutet dies, dass
viele Station ihr örtliches Personal verlieren. Die Technik wird vereinfacht. (Zugleitbetrieb
und Einrichtung von Agenturen)
|

|
|