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Mit dem Fahrplan ab Sommer 1981 begann das Ende. Beide
Strecken (Kbs607 und 606) verloren die Abendzüge. Somit verkehrten zwischen Langenlonsheim und
Simmern noch 4 Zugpaare und zwischen Simmern und Pfalzfeld 3 Zugpaare plus die
Güterzüge. Im Bereich Pfalzfeld - Boppard wurden die Pendelzüge bis 17:00 Uhr
beibehalten. Mit Einführung dieses Fahrplanes wurde der letzte mit V100
bespannte
Personenzug von Bingerbrück gestrichen. Diese Leistung übernahm nun ein 798 mit VB und
VS. Eine zusätzlicher 798 wurde dem Bw Simmern zugeteilt. (798-572).
Im Herbst 1981 erfolgte der vorbereitende Rückbau. Im Bereich des
Wärterstellwerkes Sw wurden die Gleisanlagen erheblich vereinfacht. Gleis 1
wurde zum Stumpfgleis. Dies war eine Vorbereitung für das Jahr 1983. Nun legte
sich die Deutsche Bundesbahn ins Zeug. Es wurden Bahnsteige erneuert. Stellwerke
erhielten neue Heizungen. Die fälligen Sanierungen im Oberbau wurden aber nicht durchgeführt. Im
Jahre 1982 wurde das Bahnbetriebswerk Simmern eine Außenstelle des Bw
Kaiserslautern. Die Unterhaltung der 798 erfolgte aber weiterhin in Simmern.
Durch das Freisetzen in anderen Bw´s erhöhte sich der Schienenbusbestand in
Simmern fast monatlich. Im Mai 1983 verfügte das Bw Simmern (bzw die
Außenstelle) über die höchste Anzahl von Triebwagen der Reihe 798 seit 1955.
Seit Sommer 1982 leistete sich die
Deutsche Bundesbahn einen weiteren seltenen Luxus. Zeitgleich zum Zug verkehrten nun in
Richtung Langenlonsheim Bahnbusse. Die klugen Köpfe der DB wollten dadurch ein
neues Argument für die Stilllegung erhalten. Durch das Anfahren der Ortsmitte
mit dem Bus, sollten die Fahrgäste auf den Bus umsteigen. Dies war aber nur
selten der Fall. Die Fahrgäste benutzen den Zug weiter. Aber so ein geistiger
Kopf hat natürlich auch dafür eine Ausrede: " Wenn der Fahrgast bereit
ist, den weiten Weg zum Bahnhof zu gehen, ist er auch bereit den kurzen Weg zur
Bushaltestelle zu nehmen". Soviel Dazu.
Am 28.Mai 1983 war es dann soweit. Die Stilllegung der
Strecke Simmern - Emmelshausen für den Personenverkehr. Nicht wenige
Hunsrücker nutzen an diesem Tag die letzte Möglichkeit für einen Abschied. So
musste der Nto6886 Simmern ab 13:15 um eine Einheit auf 4 Wagen verstärkt
werden. Diesem Zug folgte dann noch ein Abschiedszug mit 3x 798 + 3 998. Platz
für fast 300 Fahrgäste. An diesem letzten Tag wurden die Züge in Richtung
Langenlonsheim mit 211/212 gefahren. Für die 798iger im Hunsrück war der 28.05. der
letzte große Tag. Alle Fahrzeuge waren im Einsatz.
Montags und Dienstags nach diesem Wochenende wurden dann die
vorhandenen Triebwagen auf andere Bahnbetriebswerke aufgeteilt. Dabei wurden zwei
Leerfahrten über Hermeskeil nach Trier durchgeführt. Andere Triebwagen wurde
nach Marburg versetzt und über Langenlonsheim abgefahren.
Der letzte Personenzug der nach Langenlonsheim verkehrte wurde ab 30 Mai 1983
von einer 212 und 2 Umbauwagen der Gattung 4Byg gefahren.
Auch dieses einzige Zugpaar am Morgen, musste weiter mit dem Parallel
zum Zug verkehrenden Bus kämpfen. (Unglaublich diese Verschwendung von
Steuergeldern über 2 Jahre)
Im Herbst richtete der Gleisbauhof Homburg (Saar) den Bahnhof Simmern endgültig. Mit schwerem Gerät wurden alle Gleise im Bereich Güterbahnhof
entfernt. Das Stellwerk Sw an der Ausfahrt West wurde seiner Funktionen beraubt.
Gleis 2 wurde entfernt und die Bahnsteigkanten des Mittelbahnsteiges entfernt.
Wieder als durchgehendes Gleis angeschlossen wurde das Hausbahnsteiggleis 1. Die
Funktionen des Wärterstellwerkes Sw übernahm eine Schlüsselbude die noch HEUTE
vorhanden ist.
Im Januar 1984 genehmigte der Bundesverkehrsminister die dauernde Einstellung
für die Strecke Simmern - Langenlonsheim.
Am 1.Juni hieß es auch Abschied nehmen von der Strecke Simmern -
Langenlonsheim. War dieses Ereignis 1983 noch von der Bevölkerung wahr genommen
worden bei der Stilllegung nach Emmelshausen, vermisste der Bahner diese
Teilnahme 1984 doch sehr. Nur wenige fanden sich an den Bahnhöfen ein. Im Zug
ein paar Eisenbahner und Freunde der Eisenbahn. Fast 95 Jahre Personenzugverkehr
(Ausnahme Emmelshausen und Pluwig) im Hunsrück gingen zu Ende.
Der Bahnhof Simmern wurde seit dem 01.11.1984 als Außenstelle der Dienststelle Kirn geführt.
In der Zeit von 1983 bis 1985 verlor die Dienststelle Simmern alle
Arbeitsplätze im Zugbegleitdienst, 7 örtliche Betriebsstellen (ca15
Mitarbeiter) und mehr als die
Hälfte der Lokführer + Bwpersonale. Das waren mehr als die Hälfte aller
vorhandenen Arbeitsplätze der Deutschen Bundesbahn in Simmern. Die
BwAußenstelle wurde zur Lokführermeldestelle.
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