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Die Zeit ohne Personenverkehr brachte eine neue Form der
Streckenbereisung im Hunsrück zur BLÜTE. Eine NIE dagewesene Flut an
Nostalgiefahrten begann.
Ende der 60iger und bis 1976 fanden ab und an Dampffahrten statt. Meist aus
Anlass einer Dampfbetriebswerkschließung verkehrten Sonderzüge mit; vor der
Ausmusterung stehenden, Dampfloks. Im Mittelpunkt standen damals die Dampfrösser
und weniger die landschaftlichen Schönheiten des Hunsrücks. Dies änderte sich
1984.
Am 24.03. erreichte 798-649 mit einem VB den Bahnhof Simmern. Startpunkt war der
Bahnhof Trier gewesen. Ziel dieser Fahrt, durchgeführt von der
Generalvertretung der Deutschen Bundesbahn in Trier, die Prüfung der
Tauglichkeit der Strecke für Sonderfahrten.
Schon wenige Monat später begann der Sonderverkehr mit einem langen
Schinderhannesexpress Trier - Simmern und 2x 215. Höhepunkt war der Überfall
der Schinderhannesbande. Was sonst nur im Wilden Westen vorstellbar war, wurde
nun im Hunsrück Wirklichkeit.
In den folgenden Jahren bis zum 31.12.1997 verkehrten unzählige Sonderfahrten
quer über den Hunsrück. Exoten wie die Baureihe 41, 44 und 58 als
Dampflok dabei. Unter den Begriff Dieselfahrzeugen verkehrten VT08, TEE
601 aber auch die Diesellok der BR V200 (221).
Auch Fahrzeuge wie sie über die Jahre alltäglich waren, kamen zum
Einsatz. So besuchte 50-622 (Verbrannt im historischen Lokschuppen in Nürnberg)
den Hunsrück. Schienenbusse verschiedenster Bahnbetriebswerke verkehrten für
Fotografen, aber auch für Ausflügler. Die Baureihe V100 (211+212) bespannte
ebenfalls Sonderzüge. Ein besonderes Erlebnis war aber die Bereisung mit einem
Schienenbus der Reihe 795 mit 150 PS. Dieser Wagen mit der Nummern 795-240 war
auch der letzte Zug im Abschnitt Morbach - Hermeskeil am 31.12.1997.
Über 21 Jahre nach dem letzten Personenzug mit 795
Der Güterverkehr in dieser Zeit ist geprägt von Holzabfuhr (Orkan in der Nacht
vom 22 auf 23 November 1984) und den modernen Kriegen der Amerikaner.
Was sich in der Zeit nach dem großen Sturm auf den Gleisen abspielte, war
Unglaublich. So konnte das Frachtenaufkommen 1984 auf 230000 Tonnen gesteigert
werden. Das Jahr 1985 bracht noch wesentlich mehr Tonnen auf die Gleise.
Das ganze Jahr 1985 (ab Feb) wurden Holzzüge abgefahren die unter erheblichem
Zeitdruck standen. Nasslager für Holz lieferten Fracht für einige
weitere Jahre.
Erstaunliches TAT sich auch ab Anfang 1985 auf den Strecken im Hunsrück.
Überall wurde Oberbau (Gleisanlagen) erneuert. Im Bereich Stromberg im Sommer.
Im Herbst folgten Abschnitte im Bereich Thalfang - Hermeskeil. Die alten Gleise
wurden über Simmern abgefahren, während die neuen Gleise über
Türkismühle zugeführt wurden.
1988 wurde Treibstoffzüge (2x 218) für die US Armee zum Flughafen Hahn
gefahren. Die Pipeline war wegen Instandsetzungsarbeiten für einige Wochen
stillgelegt.
1989 im Dezember endete der Stückgutverkehr per Schiene im Hunsrück. Der
Stückgutverkehr hatte aus Sicht der Bahnmanager keine Chance mehr. (Kampflose
Aufgabe eines ganzen Angebots)
Die Fahrkartenausgabe hatte 1989 sogenannte Kernzeiten. (9:00 bis 11:30
und 13:00 bis 18:00 Uhr). Auch hier zeigten die Bahnmanager kein gutes
Händchen. Für den Frühverkehr waren die Öffnungszeiten am Morgen zu
SPÄT.
Am 01 Juni 1993 wurde die Fahrkartenausgabe des Bahnhof
Simmern geschlossen. Ein weiterer Arbeitsplatz war gestrichen worden. Die
Betreuung übernahm nun ein Reisebüro.
3 Jahre später wurde auch die Güterabfertigung geschlossen. Zuständig in den
letzten Jahren war der Beamte nur noch für den Wagenladungsverkehr.
Rückbauten im Bahnhof Simmern
Gleis 7 im Winter 1988
Die Gleise im Bereich des Bahnsteiges dienen seit 1984 ausschließlich dem
Güterverkehr, seit das letzte Personenzugpaar aus dem Fahrplan gestrichen
wurde. Der Zustand von 1983 hat sich bis heute erhalten.
Einige Gleise wurden noch gesperrt und die Freilademöglichkeiten
durch die Busgesellschaft überbaut. Dabei wurde 1998 auch die Güterabfertigung
abgerissen
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Buchfahrpläne finden Sie unter den Streckenpotreis |
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Kursbuchseiten der Busverbindungen finden Sie unter den Streckenpotreis. |
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